•  
    Leseliste
  •  
    Vogemerkt
  •  
    Rezension
  •  
    Gelesen
  •  
    Neu

Bernhard Hennen

Drachenelfen 4
Die letzten Eiskrieger

  • Autor:Bernhard Hennen
  • Titel: Die letzten Eiskrieger
  • Serie:Drachenelfen 4
  • Genre:Fantasy
  • Einband:Paperback
  • Verlag:Heyne Verlag
  • Datum:26 Januar 2015
  • Preis:17,99 EUR

 
»Die letzten Eiskrieger« (Drachenelfen 4) von Bernhard Hennen


Besprochen von:
 
harakiri
Deine Wertung:
(3)

 
 
Die Drachen Elfen-Saga ist die Fortsetzung der Elfen-Saga. Die Schauplätze der Handlung sind diesmal die drei Welten Daia, Albenmark und Nangog, die durch die Albenpfade verbunden sind. Einerseits handelt das Buch von dem Kampf der Menschenkinder von Daia und den Albenkindern von Albenmark um die Welt Nangog, welche die Menschen für die Nahrungsgewinnung brauchen, die aber von den Kindern der Alben und ihrer Anführern den Drachen nicht kampflos überlassen wird.
Andererseits handelt es um das jeweilige Verhältnis der Götter bzw. Drachen zu ihren Statthaltern.
Wobei jeder Menschengott (Devanthar) einen unsterblichen Feldherrn hat, der dann eine besondere fast undurchdringbare Rüstung bekommt und das äußere Erscheinungsbild des jeweiligen Unsterblichen. Leider sind die Unsterblichen nicht unsterblich, der Mythos wird jedoch dadurch aufrechterhalten, dass der Nachfolger wieder das äußere Erscheinungsbild und die Erinnerungen des bisherigen Unsterblich erhält. Daher sehen die Menschengötter auch nicht die Notwendigkeit sich für ihre Statthalter einzusetzen, da sie ersetzbar sind.
Die Herrscher über die Albenmark erschaffen sich als ihre Drachenelfen, die Meister in einer bestimmten Disziplin sind. Zumindest die weiblichen Elfen sind dabei den Drachen die sie schufen verfallen und in einem Abhängigkeitsverhältnis, welches auch durch das Einführungsritual einer schmerzhaften Drachentätowierung auf dem Rücken, bei der es jedoch auch zu sexuellen Handlungen zwischen den Drachenelfen und der Drachen in Elfengestalt kommt. Aus einer solchen Handlung entsteht dann auch ein Mischwesen das jedoch nicht lebensfähig ist.

Meiner Meinung nach dreht sich der Roman um Intrigen, Verrat, Vertuschung und Loyalität. Und das in allen Ebenen vom Gott bis hin zum einfachen Soldaten. Wie im richtigen Leben geht es um gesellschaftlichen Aufstieg, Ansehen und Ausbau der Machtstellung. Einerseits im Kampf auf Nangog in einer Eiswüste in der es nichts außer bösen Geister gibt, keine Pflanzen und keine Tiere. Andererseits natürlich auch auf den Heimatwelten der Menschen- und Albenkinder. Also wie wenn zwei Firmen eine Übernahmeschlacht führen; Intrigen und Bündnisse unter Abteilungsleiter und Sachbearbeiter und fast insgesamt gegen die Konkurrenz.

Ein Roman der schöne Bilder im Kopfkino entstehen lässt, wenn man sich nicht daran stört dass alle möglichen Mythen und Sagengestalten der griechisch-römischen Sagenwelt sowie der nordischen und auch latein-amerikanischer Sagenwelt zusammenführt werden. Und so kämpfen denn auch die Götter der Menschen mit Menschen und Jaguarmänner gegen Drachen, Elfen, Centauren, Minotauren, Faune, Satyre, Pegasi, Zwerge, Kobolde, Trolle, Riesen und Wesen halb Mensch halb Schlange.

Fazit: für mich war das alles ein wenig zu viel des Guten und ein zu großes Durcheinander an Wesen und Gestalten. Dass Hennen es besser kann, hat er mit den Vorgängerbänden bestens bewiesen und ich war ein wenig enttäuscht vom vorliegenden Band. Der nächste wird hoffentlich wieder ein echter Hennen!
 


Mehr Rezensionen von harakiri